Die Abnehmschule

Individuelle Wege zum Wohlfühlgewicht mit vernünftiger Ernährung und aktiver Lebensgestaltung

Rad fahren zum Abnehmen, auch für Übergewichtige

Wer sich auf der Suche nach der optimalen Sportart zum Abnehmen befindet, der ist meistens sowohl übergewichtig als auch unsportlich. Es wird also eine Sportart gesucht, bei der beides möglichst wenig stört und sich aber auch möglichst schnell ändert.

Rad fahren erfüllt diese Bedingungen. Jeder kann Rad fahren. Für jeden gibt es das passende Fahrrad. Selbst wer als Kind nicht Rad fahren gelernt hat, kann es als Erwachsener noch lernen. Man kann langsam oder schnell Rad fahren. Man kann kurze oder lange Strecken mit dem Rad fahren.

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111 Gründe, das Radfahren zu lieben:
Vom Rausch der Geschwindigkeit, dem Geheimnis der Langsamkeit und dem Wissen, dass das Glück zwei Räder hat

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Rad fahren ist gesund

Als Ausdauersportart stärkt Rad fahren Herz und Kreislauf. Auch Untrainierte können langsam anfangen und so nach und nach auf gesunde Weise ihre Fitness steigern und nach und nach auch abnehmen. Dabei ist Rad fahren eine gelenkschonende Sportart, was Verletzungen und Überlastungen sehr selten vorkommen lässt. Gelegentlich auftretende Schmerzen am Gesäß oder anderswo lassen sich durch die richtige Einstellung des Rades vermeiden. Verletzungsbedingte Trainingspausen sind also bei vernünftigem Vorgehen nicht notwendig. Durch die Wahl der richtigen Fahrtstrecken und eines defensiven Fahrstils kann auch die Unfallgefahr sehr gering gehalten werden, durch Tragen eines Helms können die Folgen eventuell doch vorkommender Unfälle klein gehalten werden.

(Wieder-) Einstieg ins Rad fahren

Die meisten Menschen besitzen ein Fahrrad. Egal, was es für eins ist, für den Anfang ist es erstmal geeignet. Nach einer Überprüfung, ob es fahrtauglich und verkehrssicher ist, kann man also einfach mal losfahren. Dabei ist die Benutzung eines Fahrradhelms zu empfehlen. Diese Anschaffung sollte man also tatsächlich vor der ersten Fahrt machen, denn gerade am Anfang, wenn man noch etwas unsicher auf dem Rad ist, gibt der Helm ein gutes Stück Sicherheit. Außerdem kann man sich durch diese Anschaffung immer daran erinnern, dass man es tatsächlich ernst meint mit dem Rad fahren. Anders als das Fahrrad kann man den Helm an zentraler Stelle in der Wohnung lagern und wird so immer an seine guten Vorsätze erinnert.

Um tatsächlich mit Rad fahren abzunehmen, ist es notwendig, regelmäßig und auch längere Strecken mit dem Rad zu fahren. Auf längere Sicht sollte man also ein paar Überlegungen anstellen. Welches ist das richtige Fahrrad für den angestrebten Zweck? Wie muss das Rad eingestellt sein? Welche Ausrüstung braucht man, außer dem Rad? Wie vermeidet man Schmerzen und Überlastungen? Wie trainiert man richtig?

Das richtige Fahrrad

Bevor man ein Fahrrad kauft, sollte man darüber nachdenken, was man mit dem Rad machen möchte. Wo möchte man fahren? Auf der Straße, im Wald, in der Stadt, auf dem Land, auf Asphalt oder auf unbefestigten Wegen? Was möchte man mit dem Fahrrad machen? Zur Arbeit und zum Einkaufen fahren oder in der Freizeit die Landschaft genießen? Möchte man lieber sportlich oder lieber bequem Rad fahren? Wenn auch grundsätzlich (fast) jedes Fahrrad für (fast) jeden Zweck brauchbar ist, so sind die unterschiedlichen Radtypen doch für unterschiedliche Zwecke gebaut. Zum Beispiel wird man mit einem Hollandrad in den Bergen auf die Dauer nicht glücklich werden und wer seine Einkäufe mit dem Rad erledigen möchte, sollte vielleicht auch nicht unbedingt ein Rennrad kaufen.

Auch wenn es etwas teurer sein sollte, kauft man sein Rad besser beim Radhändler, der auch Einstellungen und Reparaturen vornimmt. Wer sein Rad beim Discounter oder im Baumarkt kauft, der sollte sicher gehen, dass er über das nötige Wissen und Werkzeug verfügt, um sein Rad selbst fertig zu montieren, einzustellen und nötigenfalls auch mal die Speichen nachzuzentrieren. Denn das schönste Rad wird einem keine wirkliche Freude bereiten, wenn es schlecht gewartet oder nicht richtig auf die eigenen Körpermaße eingestellt ist.

Bevor man sich also für ein Treckingrad, Tourenrad, Damen- oder Herrenrad, ein Mountainbike oder Fitnessbike oder ein City- oder Rennrad entscheidet, sollte man sich sowohl über die eigenen Präferenzen als auch über die Eigenschaften der verschiedenen Räder klar werden.

Rahmenhöhe und Einstellungen

Fahrräder gibt es in verschiedenen Rahmenhöhen. Je nach Beinlänge und Körpergröße gibt es für jeden das passende Fahrrad. Für schmerzfreies Rad fahren ist es wichtig, ein Rad in der richtigen Größe zu haben. Dazu gehört auch die richtige Sattelhöhe.

Ausrüstung

Zur notwendigen Ausrüstung gehören das Fahrrad selbst und der Fahrradhelm. Alles andere ist Ansichtssache beziehungsweise auch eine Frage des Komforts. So hat eine spezielle Radhose zum Beispiel ein Sitzpolster, das Schmerzen und Scheuerstellen vermeiden hilft. Ein hochgeschlossenes Trikot vermeidet das Einfliegen von Insekten unter die Kleidung. Je nach Fahrtstrecke ist es sinnvoll, genügend Getränke mitzunehmen, dafür gibt es spezielle Flaschenhalter und Trinkflaschen. Wer jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit fährt, der braucht regen- und winddichte Kleidung, um auch bei schlechtem Wetter gut anzukommen.

Das richtige Training

Wenn man länger nicht Rad gefahren ist, dann ist die Belastung natürlich ungewohnt. Es ist also gut, langsam anzufangen und sich nach und nach daran zu gewöhnen. Zuerst wird wahrscheinlich schon das Sitzen auf dem Fahrradsattel über längere Zeit Schwierigkeiten machen. Je nach Sitzposition können auch Probleme mit der Wirbelsäule oder den Handgelenken hinzu kommen. Die Ursachen sind im Allgemeinen eine zu schwache Muskulatur in Verbindung mit einer unangemessenen Sitzposition auf dem Rad. Als Untrainierter nimmt man am besten eine möglichst aufrechte Sitzhaltung auf dem Fahrrad ein. Wenn man dann noch auf die richtige Sattelhöhe und eventuell eine Sattelfederung achtet, dann dürften die Schmerzen bald der Vergangenheit angehören.

Um die Muskulatur, vor allem die Stützmuskulatur in Armen und Rücken, an die Belastung zu gewöhnen, fährt man am Anfang möglichst kurze Strecken, zum Beispiel dreimal in der Woche je eine halbe Stunde. Als erstes Trainingsziel kann man zum Beispiel ansetzen, dass man erreichen möchte, die Pedale eine halbe Stunde lang ununterbrochen in Bewegung zu halten, ohne das Rad einfach rollen zu lassen.

Wenn man nach einigem Training dazu ohne Probleme in der Lage ist, dann kann man die Strecke verlängern, vielleicht auch mal Hügel oder Berge hochfahren und nach und nach vielleicht auch mal schneller fahren. In jedem Fall sollte man langsam anfangen und dann nach und nach steigern, um Probleme zu vermeiden und um einen optimalen Trainingseffekt zu erzielen. Dann wird sich auch der Abnehmerfolg bald einstellen. Übertriebener Ehrgeiz am Anfang führt dagegen meistens dazu, dass man schnell wieder aufgibt.

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