Die Abnehmschule

Individuelle Wege zum Wohlfühlgewicht mit vernünftiger Ernährung und aktiver Lebensgestaltung

Mountain-Biking zum Abnehmen

Bisher wurden zum Abnehmen hauptsächlich Ausdauersportarten empfohlen, die eher langsam, gleichmäßig und gemächlich ausgeführt werden sollten. Seit bekannt ist, dass eher kurze, intensive, auch Intervall-Trainingseinheiten mindestens genausogut wirken, seit man weiß, dass es keinen Fettverbrennungspuls gibt, hat sich die Auswahl der zum Abnehmen geeigneten Sportarten jedoch beträchtlich vergrößert. Mountain-Biking ist die ideale Sportart zum Abnehmen.

Mountain-Biking ist abwechslungsreich, da kommt keine Langeweile auf. Mountain-Biking fordert die unterschiedlichsten Fähigkeiten, so dass es immer etwas zu trainieren gibt. Und das Mountain-Bike kann in allen Schwierigkeitsstufen gefahren werden, sowohl Anfänger, als auch Fortgeschrittene und Profis kommen auf ihre Kosten. Es erfüllt damit die Hauptforderung, die an eine Sportart zum Abnehmen gestellt werden sollte: es macht soviel Spaß, dass man dabei bleibt und immer wieder trainiert, dass man einfach auf Dauer viel Zeit mit seinem Sport verbringt. Die Regelmäßigkeit im Training macht schlank, nicht die Gleichförmigkeit.

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Mountain-Bike-Training

Mountain-Biking ist Radfahren in den Bergen, oder auch in hügeligem, schwierigem Gelände. Die Anforderungen an Fahrer und Material sind somit höher und vielseitiger als bei reinem Straßen-Radfahren. Ein erfolgreicher Mountainbiker braucht Kraft, Ausdauer, Körperbeherrschung und natürlich ein gutes Rad. Zusammen mit einer realistischen Selbsteinschätzung führen diese Eigenschaften dazu, dass man auch in schwierigem Gelände sicher durchkommt und Stürze und Verletzungen vermeidet. Selbstüberschätzung ist die häufigste Unfallursache. Man kommt nicht als guter Mountain-Biker auf die Welt, der Weg zum Erfolg führt über Training, und noch mehr Training.

Ausdauer-Training

Eine gute Ausdauer und auch Kraftausdauer ist eine wesentliche Voraussetzung fürs Mountainbiken. Um sie zu trainieren, fährt man zum einen lange, eher langsame Trainingsfahrten, die die Grundlagenausdauer fördern. Diese ist Voraussetzung für alle anderen Trainingsformen. Anfänger beginnen also mit diesem Ausdauertraining, das ruhig auch (mit den passenden Reifen) auf der Straße durchgeführt werden kann. Sobald man eine gewisse Grundlagenausdauer erworben hat, ergänzt man das Training mit Intervallen, also mit Trainingseinheiten, die abwechselnd aus eher kurzen, intensiven Abschnitten bestehen, die von ruhigen, langsamen Abschnitten unterbrochen werden. Dieses Training kann auch in leicht hügeligem Gelände durchgeführt werden, wobei man bergauf intensiver fährt und bergab dann locker laufen lässt.

Mit diesen beiden Trainingsformen wird die Grundlage gelegt für das Kraftausdauertraining, das sinnvollerweise am Berg (uphill) durchgeführt wird. Spätestens bei dieser Trainingsform werden Übergewichtige von der Sinnhaftigkeit des Abnehmens überzeugt, denn jedes Kilo zuviel muss den Berg hochtransportiert werden. Aber es wird auch umso mehr Energie verbraucht, je mehr Gewicht man den Berg hochtransportiert. Das Training ist also gut fürs Abnehmen.

Fahrtechnik-Training

Wer den Berg hochfährt, muss auch wieder runter (downhill). Auf unbefestigten Wegen, im Gelände oder auf Mountainbike-Trails hört sich das oft einfacher an als es ist. Um sicher unten anzukommen, ist es unbedingt notwendig, sein Bike perfekt zu beherrschen, seine Fahrtechnik immer weiter zu verbessern. Techniktraining nimmt also einen großen Teil des Mountainbike-Trainings ein. Anfänger beginnen mit einfachen Situationen, sie üben auf Schotterwegen oder im Wald, dabei beobachten sie das Verhalten des Rades und üben das Beherrschen verschiedener Aktionen, wie das Fahren von Kurven, zuerst langsam, dann mit immer höherer Geschwindigkeit, das Bremsen und das Ausweichen bei Hindernissen.

Eine wichtige Voraussetzung für alle diese Manöver ist das Balancieren auf dem Rad, also das Halten des Gleichgewichts auch im Stehen. Wer das beherrscht, der verliert auch in schwierigen Situationen nicht so leicht die Kontrolle über sein Bike. Man muss es immer wieder üben, überall, ständig.

Sobald man beim Fahrtechnik-Training die ersten Fortschritte gemacht hat, kann man anfangen, richtige Mountainbike Trails zu fahren. Diese gibt es in vielen Gegenden, oft in Form von Bikeparks, und in allen Schwierigkeitsstufen. Die Königsklasse ist dabei natürlich eine Überquerung der Alpen, an die man als Anfänger aber besser erstmal noch nicht denkt. Aber das Prinzip, nämlich im Grunde überall Rad zu fahren, also quer durchs Land (Cross-Country, XC), das kann man schon als noch relativer Anfänger bewältigen, wenn man Schwierigkeitsstufe und Geschwindigkeit entsprechend wählt.

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Das Mountainbike

Wer es ernst meint mit dem Mountain-Biking, wer nicht nur gelegentlich mal einen unbefestigten Feldweg befahren möchte, der braucht ein entsprechendes Bike. Bei der Anschaffung stellen sich dann schnell Fragen wie die, ob es ein Hardtail oder ein Fully sein soll, welche Schaltung, welche Bremsen, welche Gabel denn die richtigen sein könnten. Die Antwort darauf hängt natürlich immer vom Verwendungszweck und den Anforderungen ab. Da Anfänger oft noch nicht so genau wissen, welche Anforderungen sie an das Rad stellen, kann es sinnvoll sein, für das erste Mountain-Bike noch nicht so viel Geld auszugeben, erstmal ein Hardtail in eher einfacherer Ausstattung zu kaufen und mal zu gucken. Im Laufe der Zeit wird man lernen, welches Bike die individuellen Anforderungen am besten erfüllen wird, und kann dann gezielt das richtige Rad zum Mountain Biking kaufen. Der entscheidende Faktor für den Erfolg ist, auch beim Mountain-Biking, der Fahrer, nicht das Bike. Gerade für Anfänger ist deshalb ein Top-Rad, das unter Umständen größere vierstellige Summen verschlingt, nicht besser als ein gutes Einsteiger-Modell.

Wichtig ist aber, neben dem Rad auch auf die Ausrüstung zu achten. Ein Helm sollte Pflicht sein und auch Handschuhe sind eine gute Investition, die sich spätestens dann bezahlt macht, wenn man mal unfreiwillig absteigen sollte. Sobald man etwas längere Touren fährt, wird man auch die Vorteile einer richtigen Radhose zu schätzen lernen. Ansonsten gilt das Gleiche wie beim Rad selbst: mit der Erfahrung wird man lernen, was man wirklich braucht, dann erst ist der richtige Zeitpunkt für Anschaffungen.

Mountain-Biking kann mit jedem Körpergewicht betrieben werden, auch Übergewicht ist kein Hinderungsgrund. Dass fast alle Mountainbiker schlank sind, liegt am Sport. Wer sich also dafür entscheidet, Mountainbiker zu werden, der wird, wenn er das Training ernsthaft betreibt, im Laufe der Zeit fast zwangsläufig schlank werden. Und falls die Motivation mal nachlassen sollte, am Berg zeigt sich jedes Kilo, und jedes Kilo weniger macht schneller.

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