Die Abnehmschule

Individuelle Wege zum Wohlfühlgewicht mit vernünftiger Ernährung und aktiver Lebensgestaltung

Licht gegen Übergewicht

Jedes Jahr im Frühling ist wieder Diät-Zeit. Jetzt fallen die über den Winter zugelegten Pfunde wieder auf, und vor allem traut man sich jetzt das Abnehmen wieder zu. Also beschließt eine große Zahl von Menschen im Frühjahr, den Pfunden zu Leibe zu rücken. Der Diät-Markt boomt. Dabei ist Diät im Frühling im Grunde überflüssig, denn der höhere Sonnenstand bewirkt schon ganz von alleine einen Rückgang des Appetits, der durchaus zu einer Gewichtsreduktion führen kann, wenn man auf seinen Körper hört. Im Winter wäre es viel wichtiger, aktiv etwas gegen das Übergewicht zu tun. Denn bei den meisten entsteht es vor allem im Winter.

Licht dämpft den Appetit

Im dunklen Winter leiden viele Menschen an schlechter Laune oder depressiven Verstimmungen. Winterdepressionen sind weit verbreitet. Der Grund ist tatsächlich ein Mangel an Licht. Licht verbessert die gute Laune und dämpft gleichzeitig den Appetit. Eine vergleichbare Wirkung hat Zucker oder allgemein leicht verdauliche Kohlenhydrate. Deshalb ist es im Winter so viel schwerer, den süßen Versuchungen zu widerstehen. Im Frühjahr, wenn die Stimmung mit dem Sonnenstand steigt und die Lust auf Süßes nachlässt, steigt auch die Zuversicht, dass man es diesmal schaffen wird mit der Diät.

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Zucker statt Licht?

Es ist also normal, im Winter mehr, vor allem mehr Süßes zu essen, und in früheren Zeiten war es vielleicht auch mal sinnvoll. Heute macht es einfach nur dick. Denn wenn es natürlich außer Lichtmangel auch noch andere Gründe gibt, weshalb Menschen Süßigkeiten essen, so gelingt der Verzicht auf die Dickmacher doch umso leichter, je mehr Licht der Körper aufnehmen kann.

Dem Lichtmangel kann durch Aufenthalt im Freien entgegengewirkt werden. Viele Menschen halten sich viel seltener im Freien auf, als sie könnten, nicht nur im Winter. Auch wenn natürlich viele berufsbedingt im Winter nicht während der hellen Stunden des Tages an die frische Luft gehen können, so gilt das doch nicht für alle. Viele haben die Möglichkeit, raus zu gehen, nutzen sie aber nicht.

Diese verbreitete Tendenz, die Sonne und das Licht zu meiden, wird nicht nur durch Bequemlichkeit gefördert, sondern auch durch eine ambivalente Einstellung zum Sonnenlicht. Denn zuviel Sonnenlicht beschleunigt die Hautalterung, verstärkt das Risiko für Hautkrebs. Es stimmt also, Sonne hat nicht nur Vorteile.

Das bedeutet aber nicht, dass man auf die Vorteile der Lichtexposition verzichten muss. Das Sonnenlicht wirkt sich auch dann positiv aus, wenn man sich im Schatten aufhält, auch in den Vormittags- und späten Nachmittagsstunden, auch wenn man sich durch Sonnenhut und Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt, auch im Frühjahr und im Herbst, wenn die Sonneneinstrahlung weniger intensiv ist und sogar bei bedecktem Himmel oder bei Regen.

Licht und Bewegung statt Zucker!

Wer nur selten vor die Tür geht, der muss sich also nicht wundern, wenn die schlechte Stimmung nicht weichen will und die Lust auf Schokolade und andere Süßigkeiten nicht nachlässt. Dabei ist es so einfach, jeden Tag ein kleiner Spaziergang, im Winter in der Mittagspause, in den anderen Jahreszeiten morgens oder nachmittags, das verschafft Bewegung und es verschafft Licht. Beides wirkt sich positiv auf die Stimmung und auf den Appetit aus. Es wird einfacher, sich gesund und kalorienarm zu ernähren. Es lohnt sich also, dem Süßhunger nicht mit Schokolade, sondern mit Bewegung an der frischen Luft zu begegnen. Dann purzeln die Pfunde ganz von alleine, auch ohne Diät.

Wer es, aus welchen Gründen auch immer, überhaupt nicht schafft, an die frische Luft zu gehen, kann zumindest den Mangel an Licht durch die Verwendung von hellen Tageslichtlampen mit hohen Lux-Zahlen zumindest teilweise ausgleichen. Diese kann man in jedem guten Leuchtenshop kaufen. Allerdings ist der Ausgleich wirklich nur teilweise. Denn Bewegung an der frischen Luft kann man nicht durch Sitzen vor einer Lampe ersetzen. Und auch die hellsten Tageslichtlampen erreichen nicht die Lichtstärke, die die Sonne an einem Wintertag produziert.

Wer nicht rausgeht, der sollte, auch bei Verwendung von Tageslichtlampen, hin und wieder seinen Vitamin-D-Status überprüfen lassen. Es ist nicht sinnvoll, auf gut Glück Tabletten zu nehmen, aber der Körper braucht Licht, um Vitamin D herzustellen. Ein Mangel wird also durch Lichtmangel wahrscheinlicher.

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