Die Abnehmschule

Individuelle Wege zum Wohlfühlgewicht mit vernünftiger Ernährung und aktiver Lebensgestaltung

Die Lust auf Süßes beim Abnehmen

Viele Menschen können sich ein Leben ohne Süßigkeiten gar nicht mehr vorstellen. Süßes zu essen ist natürlich angenehm und durchaus auch ein Stück Lebensqualität, nur haben die süßen Sachen leider sehr viele Kalorien, so dass viele Süßigkeitenliebhaber früher oder später vor dem Problem stehen, die überflüssigen Pfunde wieder loswerden zu müssen.

Der Versuch, zwecks Gewichtsreduktion zumindest zeitweise auf die süßen Sachen zu verzichten, zeigt dann, wie schwierig das ist. Viele haben in der Zeit das Gefühl, geradezu abhängig vom Zucker zu sein, ein Zuckerjunkie zu sein.

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Zuckersucht

Auch wenn es so etwas wie eine Zuckersucht, eine Abhängigkeit vom Zuckerkonsum, tatsächlich zu geben scheint, so sind doch die meisten Liebhaber des süßen Geschmacks nicht wirklich abhängig, sondern "nur" in Teufelskreisen oder schlechten Gewohnheiten gefangen, die man ändern kann.

Die Gier nach Süßem

Zucker wirkt auf das Wohlbefinden. Durch Zucker (und andere kurzkettige Kohlenhydrate) steigt der Insulinspiegel im Blut an, dadurch wird auf dem Umweg über das Tryptophan und das Serotonin das Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert. Man fühlt sich sofort besser. Da dieses Wohlgefühl nur kurzzeitig anhält, entsteht schnell das Bedürfnis, schon wieder etwas Süßes zu essen, die "Zuckersucht" macht sich bemerkbar. Wer davon betroffen ist, kommt recht schnell dahin, immer wieder gierig große Mengen Süßigkeiten in sich hineinzuschaufeln. Das Ganze wird von dem Gefühl begleitet, dieses Verhalten nicht wirklich kontrollieren zu können.

Vor allem wenn es einem nicht so gut geht, wenn Einsamkeit, Frust, Ärger, Sorgen, Stress oder ähnliches auf die Stimmung drücken, dann wird die Gier nach Süßem schnell unerträglich. Unangenehme Gefühle lassen sich tatsächlich kurzzeitig durch Süßes in den Hintergrund schieben. Übergewicht ist ein häufiger Grund für schlechte Gefühle, so dass tatsächlich das Übergewicht indirekt den Zuckerkonsum auslösen kann. Dadurch wird es natürlich nicht besser, der Teufelskreis ist im Gegenteil offensichtlich.

Wege aus dem Teufelskreis

Zucker wirkt als Belohnung. Aber andere Kohlenhydrate wirken ebenfalls als Belohnung. Man kann der Zuckersucht also viel von ihrer Schärfe nehmen, wenn man satt Süßigkeiten Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte oder auch Obst isst. Die Wirkung dieser natürlichen Produkte tritt nicht ganz so schnell ein, aber sie hält länger an, so dass der Teufelskreis, in immer kürzeren Abständen schon wieder etwas in den Mund schieben zu müssen, schonmal unterbrochen wird.

Nicht nur Zucker und andere Kohlenhydrate wirken belohnend. Auch alle anderen Dinge, die man gerne tut, haben diese Wirkung. Jede angenehme Beschäftigung, jedes Hobby, jede Freude im Leben führt zur Stimulierung des Belohnungszentrums im Gehirn. Es müssen also garnicht Süßigkeiten sein, ein schönes Leben hat die gleiche Wirkung. Ein schönes Leben kann man sich erarbeiten, es sind die kleinen Dinge, die den Unterschied machen.

Seit der Feststellung, dass manche depressive Erkrankungen nur im Winter auftreten (SAD, seasonal affective disorder, Winterdepression), weiß man, dass auch Licht auf das Belohnungszentrum wirkt. Es hilft also gegen die Lust auf Süßes, wenn man öfter mal aus dem Haus geht.

Und schließlich sollte man die Wirkung der Bewegung nicht vergessen. Bewegung ist der gute-Laune-Lieferant schlechthin. Die meisten kennen die Wirkung, dass sie nach dem Sport gar keine Lust auf Süßes mehr haben. Das kann man sich zunutze machen. Es muss auch nicht immer schweißtreibender Sport sein, ein Spaziergang an der frischen Luft hat die gleiche Wirkung.

Man kann also lernen, sich etwas Gutes zu tun, etwas Gesundes zu essen, sich an der frischen Luft, im Licht zu bewegen. Dadurch wird die Gier nach Süßem immer seltener auftreten, immer weniger ausgeprägt sein. Ein paar süße Sachen darf man sich gönnen, aber man sollte sie genießen, nicht verschlingen. Eine Ernährung mit ausreichend Kohlenhydraten erleichtert die Sache, Abnehmen wird möglich. Die meisten können feststellen, dass es gar keine Sucht war, sondern nur eine schlechte Gewohnheit. Wer Schwierigkeiten mit der Umstellung hat, der kann sich helfen lassen.

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