Die Abnehmschule

Individuelle Wege zum Wohlfühlgewicht mit vernünftiger Ernährung und aktiver Lebensgestaltung

Abnehmen mit Kohlsuppe

Die Kohlsuppen-Diät ist eine Crashdiät oder auch Wunderdiät. Sie verspricht einen Gewichtsverlust von fünf bis acht Kilo in einer Woche, und das ohne Hunger. Zusätzlich wird eine Entschlackung des Körpers behauptet, wobei auch die Vertreter der Kohlsuppendiät nicht haben klären können, was diese Entschlackung denn nun eigentlich ist.

Das Kernstück der Kohlsuppendiät ist die "magische Kohlsuppe". Die Betrachtung der Bestandteile, insbesondere des Hauptbestandteils Weißkohl, lässt allerdings nicht unbedingt an Magie denken. Die Anhänger dieser Diät sind überzeugt, dass die Kohlsuppe ein sogenannter Fatburner ist, der bei seiner Verdauung mehr Energie verbraucht als in ihm enthalten ist. Dieser Effekt soll auf die enthaltenen Ballaststoffe zurückzuführen sein. Je mehr Kohlsuppe man isst, um so schneller würde man also abnehmen. Dies darf bezweifelt werden, auch wenn Kohlsuppe unzweifelhaft sehr kalorienarm ist.

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Kohlsuppe soll angeblich die Abwehrkräfte stärken, entwässernd und entschlackend wirken und deshalb zu einem Gefühl der Fitness und Leistungsfähigkeit führen. Häufig wird als Beleg für die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Kohlsuppendiät auch deren medizinisch kontrollierter Einsatz zur schnellen Gewichtsreduktion stark übergewichtiger Patienten vor Operationen angeführt. Ob das wirklich in nennenswertem Ausmaß so gemacht wird, müsste erst noch überprüft werden.

Wenn man mit Kohlsuppe abnehmen möchte, dann kocht man sie am besten gleich in großer Menge, so dass man immer welche da hat, wenn der Hunger kommt. Im Kühlschrank hält sie sich lange genug, und das Aufwärmen geht schnell. Dabei kann man dann auch die Gewürze variieren, oder die Suppe auch mal kalt essen. Das folgende Rezept reicht für eine Person für eine ganze Diät- oder Fastenwoche.

Zutaten:

Zubereitung:

Das Gemüse putzen und kleinschneiden. Alle Zutaten in einem großen Topf aufkochen und ca. 20 bis 30 Minuten köcheln lassen. Würzen nach Belieben, dabei sparsam mit Salz umgehen, am besten garnicht salzen. Kümmel verringert die blähenden Eigenschaften des Kohls. Wenn man Kümmel verwenden möchte, muss er gleich mitgekocht werden, da er sonst seine Wirkung nicht entfalten kann. Eine andere Möglichkeit, die Blähwirkung etwas einzuschränken besteht darin, dass man zuerst nur den Kohl aufkocht, das Kochwasser wegschüttet, und dann die ganze Suppe mit neuem Wasser aufsetzt. Damit schüttet man allerdings nicht nur die blähenden Substanzen, sondern auch eine ganze Menge Vitamine und Mineralstoffe weg.

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Es handelt sich bei der Kohlsuppe also um eine reine Gemüsesuppe, die mit klassischen Kohlrezepten, die mit viel Fett zubereitet werden, nicht viel gemeinsam hat. Der vollständige Verzicht auf Fett hat allerdings nicht nur Vorteile. So können die fettlöslichen Vitamine Beta-Carotin und E, die im Gemüse enthalten sind, ohne Fettzugabe nicht vom Körper aufgenommen werden.

Das Rezept kann auf vielfältige Art abgewandelt werden. Es kursieren sehr viele unterschiedliche Rezepte, die jedoch alle auf Weißkohl und Wasser als Hauptzutaten basieren. Auch eigene Kreationen sind durchaus möglich. Wer die Arbeit des Gemüseputzens und Kochens scheut, der kann Kohlsuppe heute auch als Konserve kaufen. Kohlsuppe gibt es auch in Kapselform. Diese kann allerdings nicht die gleichen Eigenschaften haben, denn der Haupteffekt der Suppe besteht in der guten Sättigung durch die große kalorienarme Menge, was mit einer kleinen Kapsel nicht erreicht werden kann.

Durchführung der Diät

Es handelt sich um eine Diät, die aufgrund ihrer Eigenschaften nur kurzfristig angewendet werden darf, da sonst Mangelerscheinungen drohen. Die übliche Dauer ist eine Woche. In dieser Zeit braucht noch nicht mit dem Auftreten einer Fehlernährung gerechnet zu werden, wenn man diese Woche nicht öfter als ein- oder zweimal im Jahr einlegt. Während dieser Woche darf jederzeit soviel Kohlsuppe gegessen werden wie man möchte. Da der Appetit auf Kohlsuppe erfahrungsgemäß schon nach kurzer Zeit stark nachlässt, sollte man vielleicht besser sagen, es muss immer dann Kohlsuppe gegessen werden, wenn Hunger auftritt. Die Kohlsuppe sättigt sehr gut und hat dabei extrem wenig Kalorien. Das bedeutet konkret, es gibt zum Frühstück, zum Mittagessen, zu Abend und Zwischendurch Kohlsuppe. An sieben Diättagen kommen da zwischen 21 und 35 Kohlsuppenmahlzeiten zusammen, je nachdem, ob man Zwischenmahlzeiten isst oder nicht.

Die Kohlsuppe wird nach folgendem Plan um einige andere Lebensmittel ergänzt, die in den meisten Fällen in der Menge begrenzt sind. Auch von diesem Plan gibt es diverse Varianten. Manche sind auch für Vegetarier geeignet, andere sprechen die Liebhaber von Eiweißdrinks und Vitamintabletten an. Immer gilt jedoch, dass zum Sattessen Kohlsuppe gegessen werden sollte, während die anderen Lebensmittel nur zur Ergänzung dienen.

  1. Tag: Obsttag. Neben der Kohlsuppe ist Obst (mit Ausnahme von Bananen und Honigmelonen) in beliebiger Menge erlaubt. Es sollte ruhig reichlich Obst gegessen werden.
  2. Tag: Gemüsetag. Zusätzlich zur Kohlsuppe gibt es rohes Gemüse (mit Ausnahme von Mais und Erbsen) in beliebiger Menge. Zu einer Mahlzeit, am besten abends, gibt es eine große Pell- oder Ofenkartoffel mit 2 Esslöffeln Magerquark.
  3. Tag: Rohkosttag. Es gibt Kohlsuppe und Rohkost aus Obst und Gemüse in beliebiger Menge.
  4. Tag: Bananentag. Zusätzlich zur Kohlsuppe gibt es drei Bananen sowie einen Viertel Liter Magermilch oder 250 g fettarmen Joghurt.
  5. Tag: Geflügel- oder Fischtag. Es ist vorgesehen Kohlsuppe, 200 g Geflügelfleisch oder mageren Fisch und 6 rohe Tomaten zu essen.
  6. Tag: Fleischtag. Mageres Steak sowie grünes Gemüse und Salat ohne Dressing sind in beliebiger Menge erlaubt, natürlich erst, nachdem man sich an Kohlsuppe sattgegessen hat.
  7. Tag: Reistag. Zusätzlich zur Kohlsuppe gibt es Vollkornreis, Gemüse nach Wahl und einen Viertel Liter frisch gepressten Obstsaft.

Jede Mahlzeit sollte hauptsächlich aus Kohlsuppe bestehen, die anderen Lebensmittel dienen zur Ergänzung. Es ist also nicht im Sinne der Diät, dann wenn man keine Kohlsuppe mehr mag, statt dessen von den anderen Lebensmitteln mehr zu essen.

An allen Diättagen muss unbedingt reichlich getrunken werden, wobei Alkohol und zuckerhaltige Getränke verboten sind und Kaffee und Tee stark eingeschränkt werden sollten.

Die Kohlsuppendiät ist leider nicht frei von Nebenwirkungen

Ein zwar eher harmloser, aber doch sehr unangenehmer Nachteil der Kohlsuppe besteht in der blähenden Wirkung des Kohls. Je nach persönlicher Disposition und je nachdem, wie viel Kohlsuppe gegessen wird, können die Blähungen zu leichten Beeinträchtigungen bis hin zu einem völligen Ausschluss von sozialen Interaktionen führen. Es empfiehlt sich also, die Kohlsuppendiät nur in arbeitsfreien Wochen ohne soziale Verpflichtungen durchzuführen.

Kohl riecht sehr intensiv. Am Anfang riecht es nur in der Küche, aber im Laufe einer Kohlsuppenwoche kann man davon ausgehen, dass die gesamte Wohnung und eventuell auch eine deutlich größere Fläche davon betroffen sein wird. Je länger die Diät andauert, als um so unangenehmer wird dieser Geruch empfunden, so dass nach einiger Zeit mit Ekelgefühlen gerechnet werden muss. Durch eine einmalige Kohlmahlzeit von Zeit zu Zeit lässt sich dieser Effekt sicher nicht hervorrufen, aber durch die dauerhafte Anwendung über eine ganze Woche tritt er ziemlich zuverlässig auf. Der Geruch verschwindet auch nicht sofort nach Absetzen der Diät wieder, sondern hält sich noch einige Zeit.

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Kohlsuppe wird am Anfang von den meisten als durchaus wohlschmeckend empfunden. Dieser Eindruck ändert sich unter dem fortwährenden Zwang, immer wieder Kohlsuppe essen zu müssen. Viele essen dann lieber gar nichts als schon wieder Kohlsuppe. In dem Fall tritt dann aber Hunger auf und der Zweck der Diät wird verfehlt. Man muss also damit rechnen, dass es schon nach wenigen Tagen sehr schwer fallen wird, die Diätvorschriften einzuhalten. Die Abneigung gegen Kohl, die durch die Kohlsuppendiät hervorgerufen wird, dauert häufig sehr lange an.

Kohlsuppe enthält viel Gemüse und ist damit durchaus gesund. Aber auch in Kombination mit den anderen Lebensmitteln, die während der Diät- oder Fastenwoche erlaubt sind, ergibt sich keine ausgewogene Ernährung. Es fehlt an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, und einige fettlösliche Vitamine können nicht ausreichend aufgenommen werden. Innerhalb einer Woche wird daraus sicher keine gravierende Fehlernährung entstehen, aber die Diät ist weder für die längerdauernde Anwendung geeignet noch für den Einstieg in eine Umstellung der Ernährung.

Eine sehr energiearme Diät wie die Kohlsuppendiät kann immer zu Kreislaufproblemen und anderen gesundheitlichen Schwierigkeiten führen. Dadurch dass die Diät zusätzlich sehr kohlenhydratarm ist, kann es zu Konzentrationsproblemen, schlechter Laune und Aggressivität kommen. Auch Müdigkeit und Antriebslosigkeit können aufgrund der zu geringen Energiemenge auftreten. Eine kohlenhydratarme Ernährung führt zu einer Entleerung der Glykogenspeicher, was mit hohem Wasserverlust verbunden ist. Das führt zu einem deutlichen Gewichtsverlust, ohne dass sich am Körperfett irgendetwas ändern würde.

Durch die sehr eiweißarme Ernährung während der Kohlsuppendiät kommt es zu einem deutlichen Gewichtsverlust, der allerdings weniger auf das Konto des Körperfettes geht als vielmehr durch einen Abbau der Muskulatur hervorgerufen wird. Das macht unfit und erschwert das Gewichthalten nach der Diät.

Wie alle extremen Diäten wird auch die Kohlsuppendiät meistens von einem JoJo-Effekt gefolgt, der die erzielten Erfolge wieder zunichte macht.

Zusammenfassung und Fazit

Die Kohlsuppendiät verspricht viel und wenn man nur die Waage betrachtet, tritt auch häufig eine deutliche Gewichtsreduktion ein. Die beruht allerdings nur zu einem sehr geringen Teil auf einem Verlust von Körperfett, so dass das verlorene Gewicht schnell wieder da sein wird. Um fünf Kilo Körperfett abzubauen, müssen 35000 Kalorien eingespart werden, das schafft man auch mit Kohlsuppe nicht in einer Woche. Durch den Abbau von Muskulatur wird eine nachfolgende Gewichtszunahme mehr als wahrscheinlich.

Ein wichtiger Vorteil der Kohlsuppendiät ist die Tatsache, dass man nicht zu hungern braucht. Wer unter gesundheitlichen Einschränkungen leidet, sollte die Kohlsuppendiät trotzdem nicht machen, denn die Belastung für den Körper ist sehr groß. Wer tatsächlich dauerhaft abnehmen möchte, der sollte sich dringend nach wirkungsvolleren Methoden umsehen. Ernährungsumstellung, Sport und Bewegung haben sich bewährt, auch wenn es länger dauert.

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